Angesagtes Sushi-Restaurant verliert drei Michelin-Sterne

In Tokio sind viele Sushi-Restaurants beheimatet. Doch keines ist so wie das „Jiro Sushi“. Es ist für seine erstklassigen und ausgefallenen Kreationen bekannt. In 2007 begann der Guide Michelin eine regionale Version zu veröffentlichen. Besagtes Restaurant holte sich wiederholt drei Sterne. Auch in diesem Jahr sah es danach aus. Die drei Michelin-Sterne galten schon als bestätigt, würden aber später aberkannt. Was war geschehen?

Prominentes Sushi-Restaurant setzt neues Konzept um

Angesagtes Sushi-Restaurant verliert drei Michelin-SterneDamit so etwas passiert, muss für gewöhnlich die Qualität des Essens rapide nachgelassen haben. Es könnten auch Beschwerden von Gästen eingegangen sein. Was im „Jiro Sushi“ einfach unvorstellbar ist. Bis heute konnten sich die Sushi-Meister stets übertreffen. Was viele Berühmtheiten anzog. Darunter auch den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und den Schauspieler Hugh Jackman.

Der Besitzer, Jiro Ono, ist nun schon 94 Jahre alt und ist für den Erfolg des Restaurants verantwortlich. Doch der Entzug dieser prestigeträchtigen Bewertung geht nicht mit einem Qualitätsverlust einher. Dies bestätigte eine Sprecherin des Guide Michelin.

Die wahre Ursache: Das Sushi-Restaurant hat sein Konzept geändert. Künftig können Gäste nicht einfach so hereinspazieren und sich an einen Tisch setzen. In der Begründung heißt es: „Wir haben erfahren, dass Sukiyabashi Jiro keine Reservierungen mehr von der Öffentlichkeit entgegennimmt. Dadurch entspricht das Restaurant nicht mehr unseren Regularien.“

Schwierig einen Platz zu bekommen

Seit 1965 bereitet Sushi-Meister Jiro Ono die Gerichte für seine Gäste zu. Weil nun keine öffentlichen Reservierungen mehr möglich sind, gibt es die heiß begehrten Sitzplätze wohl nur noch unter der Hand. Dafür braucht es gute Beziehungen. Am besten nimmt einen der Besitzer als Stammgast wahr. Für einen Abend im Restaurant muss man pro Person etwa 333 Euro (40.000 Yen) einplanen, heißt es. Manche Luxushotels haben Verbindungen und bieten exklusive Deals mit dem Restaurant an.

Durch seine Bekanntheit kann es sich Jiro Ono wohl leisten, nur noch gut zahlende Gäste einzulassen. Die Mehrheit wird sich jetzt auf andere Sushi-Restaurants verteilen. Was in Tokio zum Glück keine Herausforderung darstellt.