Wasabi: Oftmals ein Imitat des teuren Originals

Wasabi besticht durch seine extrem grüne Farbgebung, sowie den teuflisch scharfen Geschmack. Neben Sojasoße, darf die Paste zu keinem guten Sushi fehlen. Was die Mehrheit nicht weiß: Es handelt sich dabei oft nur um eine Nachahmung. Echtes Wasabi kostet nämlich so viel wie Kaviar.

Durchschnittlich 0,5% Wasabi im Wasabi

Wasabi: Oftmals ein Imitat des teuren OriginalsSo gering fällt der Anteil vom Wasabi tatsächlich aus. Demnach besteht der Zusatz zu 99,5% aus ganz anderen Zutaten. Farbstoffe, Aromen etc. Trotzdem essen ihn Sushi-Liebhaber massenweise, weil sie es nicht besser wissen. Selbst wer Kenntnis darüber hat, kann sich echtes Wasabi oft gar nicht leisten.

Das Kreuzblütengewächs ist äußerst schwer anzubauen und dementsprechend selten. Es benötigt kaltes und mineralstoffreiches Wasser. Weshalb die Pflanzen nur an bestimmten Bachufern wachsen. Heimische Fundorte liegen lediglich in Japan und auf Sachalin, einer russischen Insel. Von der Wurzel nimmt man die wichtigsten Bestandteile. Japaner nutzen vereinzelt auch die Blätter. An der Luft oder als Pulver im Wasser aufgelöst, verliert Wasabi schnell sein Aroma.

Experten kennen den feinen Unterschied. Daruma Wasabi besitzt eine satte dunkelgrüne Farbe. Wohingegen Matsuma Wasabi als die schärfste Version von allen gilt. Laien dürften den Unterschied nicht bemerken. Ihnen genügt selbst die schwächst Konzentration an Senföl aus diesem Wurzelstock.

Das Wasabi wie wir es kennen

Um das grüne Extra günstig nachzuahmen, greifen Hersteller und Sushi-Meister zu einer Notlösung. Sie mischen Meerrettichpulver, Maisstärke sowie zwei bestimmte Farbstoffe. Hinzu kommt Senfpulver. Sehr billiges Wasabi enthält Tartrazin. Es ist für allergische Reaktionen und Hyperaktivität bekannt.

Echter Wasabi bleibt eine Delikatesse. Wegen seiner Seltenheit und dem Preisniveau. Das Kilogramm gibt es für knappe 200 Euro. Das übertreffen nur noch Kaviar und Safran. Japan für sich genommen, kann seinen Bedarf schon nicht decken. Weshalb man ihn in Taiwan, China, den USA, Australien und Neuseeland anbaut. Neueste Versuche sind im Burgenland von Österreich gestartet.

Doch nicht immer landet die Wurzel dann als Wasabi auf dem Teller. Die Pharmazie interessiert sich für die Knolle, weil sie entzündungshemmend wirkt.