Veganes Sushi

Veganes Sushi – Rezeptvorschläge

Dass Sushi auch ohne Fisch zubereitet werden kann, haben wir bereits beim vegetarischen Sushi bewiesen. Veganes Sushi, also Sushi ohne tierische Zutaten, kann man ganz einfach selber herstellen. Alles, was man dazu benötigt, ist das richtige Sushi-Zubehör sowie die entsprechenden Sushi-Zutaten

Das Gute beim selbstgemachten Sushi ist, dass man die Zutaten frei wählen und kombinieren kann. Lediglich die Hauptzutaten Sushi-Reis, Reisessig und Nori-Blätter sowie die Beilagen eingelegter Ingwer, Wasabi und Sojasauce sind bei allen Sushi-Sorten gleich.

Sushi-Reis – so einfach wirds gemacht

Um Sushi selber zu machen, benötigt man speziellen Sushi-Reis, den man im Asia-Laden, ausgewählten Supermärkten oder im Internet erhält. Dieser wird nach dem Kochen mit Reisessig, Zucker und Salz verfeinert. Eine genaue Anleitung für die Zubereitung von Sushi-Reis findest du hier:

  1. Reis mit kaltem Wasser waschen bis er klar ist
  2. Reis zusammen mit Wasser in den Reiskocher oder Topf geben & nach Anleitung kochen
  3. Reis in eine Schüssel umfüllen
  4. Reisessig, Salz und Zucker* vermischen, leicht erwärmen & zum Reis hinzufügen
  5. Alles gut mit dem Löffel vermischen & mit einem Tuch abdecken

*Für 400 Gramm Reis vermischt man drei Esslöffel Reisessig mit einem Esslöffel Zucker und einem Teelöffel Salz. Diese Menge reicht, je nach Größe des Magens und Hungers, für mindestens zwei Personen.

Veganer sollten darauf achten, dass sie veganen Reisessig verwenden. Zwar enthält Essig keine direkten tierischen Inhaltsstoffe, kann aber unter Umständen mit Gelatine geklärt sein.

Veganes Reisessig findet man im Bio- oder Asia-Laden. Bestätigt vegane Sorten sind:

  • Sushi Vinegar von Kreyenhop & Kluge
  • Genmai Su von Ruschin
  • Genmai Su von Arche
  • Genmai Su von Lima

Ist der Reis vorbereitet, kann es ans eigentliche Zubereiten der Sushis gehen. Zu den drei Hauptarten des Sushis gehören die Maki-Sushis, Inside-Out-Rollen sowie Nigiri-Sushi.

Rezepte für veganes Maki-Sushi

Viele Makis sind von Natur aus bereits vegan. Zu den klassischen Makis, die frei von tierischen Inhaltsstoffen sind, gehören:

  • Avocado Maki (mit Avocado)
  • Kappa Maki (mit Gurke)
  • Paprika Maki (mit roter Paprika)
  • Shitake Maki (mit japanischen Pilzen)
  • Oshinko Maki (mit eingelegtem Rettich)
  • Kampyo Maki (mit Kürbisstreifen)
  • Tofu Maki (mit Tofu)

Wer Sushi zu Hause selber macht, kann natürlich frei entscheiden, welche Zutaten in das Sushi kommen. Veganer haben mindestens genauso viele Möglichkeiten, wie Fleischesser. Die Kombinationsmöglichkeiten für veganes Sushi sind schier unendlich.

Zutaten für veganes Sushi außerhalb der traditionellen Zubereitung können sein: Karotten, Kresse, Schnittlauch, Tomate, Basilikum, Räuchertofu, gegarte Kartoffeln, Seitan sowie Tempura-Gemüse. Für Tempura eignen sich am besten Paprika, Möhren und Frühlingszwiebeln.

Wer mutig ist, kann sein Sushi auch mit Bohnen, Spargel, Rote Beete oder sogar mit verschiedenen Obstsorten füllen. Besonders geeignet für süßes Sushi sind Honigmelonen, Papaya, Ananas, Mango und Kiwi. Auch Avocados und Tomaten werden im Übrigen zu den Früchten gezählt, obwohl sie als Gemüse verwendet werden.

Grundrezept für veganes Maki-Sushi

  1. Reis vorbereiten, Gemüse in feine Streifen schneiden
  2. Nori-Blätter in der Mitte durchschneiden (für 1 Maki-Rolle benötigt man jeweils nur ½ Blatt)
  3. ½ Nori-Blatt mit der glatten Seite auf die Bambusmatte legen
  4. Eine dünne Schicht Wasabi darauf verstreichen (optional)
  5. Hände anfeuchten & Reis in dünner Schicht gleichmäßig darauf verteilen, dabei oben oder unten einen guten Rand lassen
  6. Die Gemüsesticks, Tofu oder sonstige Zutaten (ebenfalls in länglich, dünne Streifen geschnitten) längs in einer Linie auf dem Reis anordnen
  7. Mit der Bambusmatte den Inhalt zusammenrollen & gut zusammenpressen
  8. Anschließend die Rolle in kleine Teile schneiden, die Messerklinge vor jedem Schnitt gut anfeuchten
Achtung:
Obwohl Wasabi an sich vegan ist, kann es vorkommen, dass fertige Wasabipaste Laktose enthält. Veganer oder Allergiker sollten beim Kauf also gut die Zutatenliste und Hinweise auf der Verpackung lesen. Alternativ kann man Wasabipulver kaufen und die Paste selber anmischen
.

Ein weiteres Risiko für Veganer besteht bei traditionell hergestellter Wasabipaste. In der japanischen Küche wird für die Herstellung die Wasabi-Wurzel mit einem Reibeisen (Oroshiki) bearbeitet, welches aus Haifischhaut besteht. Alternativ sind Reiben aus Metall im Einsatz. Hier gibt es spezielles veganes Wasabi zu kaufen.

Rezepte für vegane California Rolls

Eine weitere Sushi-Art sind die California Rolls oder Inside Out Rolls. Wie der Name bereits erahnen lässt wird das Sushi hier von innen nach außen gedreht. Der Reis befindet sich dann auf der Außenseite und das Nori-Blatt im Inneren der Rolle.
California Rollen werden in der Regel mit Frischkäse oder Mayonnaise verfeinert. Als Veganer kann man diese Zutaten einfach weglassen oder mit veganen Alternativen ersetzen. Von Natur aus vegan sind die traditionellen Sorten:

  1. Kappa I.O. (mit Salatgurke)
  2. Shinko I.O. (mit eingelegtem Rettich)
  3. Avocado I.O. (mit Avocado)

Genau wie bei den Makis auch, kann man seine Inside-Out-Sushis mit allem zubereiten, was Herz und Mund begehrt. Lecker sind zum Beispiel die Kombinationen Avocado, Gurke, Räuchertofu oder Tomate und Basilikum oder Erdnussbutter und Tempura-Gemüse.

Grundrezept für California Rolls

  1. Bambusmatte in Frischhaltefolie einwickeln
  2. ½ Nori-Blatt darauflegen, mit einer dünnen Schicht Reis bedecken & umdrehen
  3. Das Blatt dünn mit Wasabi, veganem Frischkäse, pflanzlicher Mayonnaise o. Erdnussbutter bestreichen, Gemüse-, Obst- und/oder Tofustreifen in einer Reihe darauf anordnen
  4. Mit der Matte fest aufrollen & die Füllung dabei mit den Fingern festhalten
  5. Matte zusammendrücken, um die Rolle zu festigen & zu formen
  6. Die fertige Rolle herausnehmen & in Sesam wälzen
  7. Mit einem scharfen Messer in gleichgroße Teile schneiden & servieren
  8. Statt die fertigen Rollen im Schritt sechs in Sesam zu wälzen, kann man auch andere Zutaten, wie beispielsweise Schnittlauch oder andere Kräuter verwenden. Eine weitere Alternative bietet veganer Kaviar.

Rezepte für veganes Nigiri-Sushi

Zuletzt gibt es noch die sogenannten Nigiri-Sushis. Die Grundlage für Nigiris bildet ein kleiner Ballen Sushi-Reis, der mit den gewünschten Zutaten dünn belegt wird. Zu den traditionellen Nigiris, die vegan sind, gehören:

  • Avocado Nigiri (mit Avocado)
  • Kappa Nigiri (mit Gurke)
  • Shitake Nigiri (mit Pilzen)
  • Inari Nigiri (Tofutasche)

Inaris bekommt man fertig im Asia-Laden. Dabei handelt es sich um frittierten, dünnen Tofu, der als Tasche geformt ist und mit Reis befüllt werden kann.
Grundrezept für veganes Nigiri-Sushi

  1. Avocado, Gemüse oder Pilze in ca. 2 x 5 cm große Stücke schneiden
  2. Hände mit Wasser anfeuchten
  3. 2 Esslöffel Reis mit der Hand in einen 4 cm länglichen Haufen formen
  4. Je nach Geschmack etwas Wasabi darauf verteilen
  5. Den vorbereiteten Belag auf den Reis legen & leicht andrücken
  6. Bei Bedarf mit einem dünnen Streifen Nori befestigen & servieren

Alle Sushi-Variationen werden traditionell mit Wasabi, Sojasauce und eingelegtem Ingwer serviert. Soja-Sauce ist ebenfalls für Veganer unbedenklich, da sie lediglich aus den Zutaten Sojabohnen, Weizen, Wasser und Salz besteht.

Der größte Hersteller von Sojasaucen, Kikkoman, verzichtet im Übrigen seit Ende 2015 auf Tierversuche, sodass Freunde der pflanzlichen Ernährung wohlgetrost zu diesem Produkt greifen können.